Eindrücke der Informationsveranstaltung zum Brand in der Firma Kühl

8. November 2018

 

Man kann wahrscheinlich guten Gewissens sagen, dass sich viele Bürger von der Veranstaltung mehr erhofft hatten. Schon zu Beginn war klar, dass die Stimmung etwas aufgebracht ist. Leider machte es die nicht auf den Beamer übertragene Präsentation über die Unternehmensgruppe Kühl nicht besser – sie schien schlichtweg wenige zu interessieren oder zu begeistern. Die Frage- und Diskussionsrunde war offensichtlich dann der Punkt, weswegen die meisten der 150-200 Bürger gekommen waren.

Der Bitte des Bürgermeisters sachlich zu bleiben, kamen die meisten Fragesteller auch nach. Die Fragen waren verschiedenster Natur, manche „Fragen“ gingen über fünf Minuten und hatten ein starken kommunalpolitischen Beigeschmack. Aber eines hatten fast alle Fragen gemeinsam: Die Antworten des Vertreters von Kühl waren oft unbefriedigend und ausweichend. Mitgenommen werden konnte aber die Aussage, dass die Firma Kühl den Standort zwar beibehalten will, nicht jedoch abgeneigt ist, einzelne Teile ihrer Abfallverwertung auf neue, ihnen offerierte, Areale auszulagern. Auch soll es in Sachen Biomüll bald eine Lösung geben, die aber laut Bürgermeister Schmid noch nicht spruchreif sei.

Abschließend kann man sagen, war das informativste an dem ganzen Abend die ausführliche, aber für Laien nicht zu fachliche, Präsentation von Gesamtkommandant Haberstroh. Diesem gebührt ein Lob für seine gelungene Darstellung der Ereignisse und nachträglich nochmals ein großes Lob und Dankeschön an alle, die größtenteils ehrenamtlich am 30. August bei der Brandbekämpfung beteiligt waren.

 

Hierzu ein Kommentar unseres 1. Vorsitzenden

Es besteht eigentlich Konsens im Gemeinderat, für die Firma Kühl einen Standort auf der Grünen Wiese zu finden, weitab von jeglicher anderer Bebauung.

Efringen-Kirchen ist flächenmäßig eine sehr große Gemeinde. Durch die Ausweisung von Flora-Fauna-Habitat-Gebieten im Flächennutzungsplan, sind uns aber die Hände gebunden.

Einen Standort z. B. zwischen Istein und Kleinkems an der Autobahn gibt es daher nicht.

Hier ist das Landratsamt gefordert, entsprechende Ausnahmen zu genehmigen!

Das kann auch nur geschehen, wenn die Gemeinde nicht über Gebühr finanziell belastet wird. Meines Erachtens sollte das im Tausch geschehen.

 

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