Im Schatten des Duells

25. September 2017

Zweiter Anlauf Haustürwahlkampf in Kirchen

 

Wieder waren wir unterwegs, diesmal zu dritt: Gisela Zandt, die mich vorsichtig korrigierte – Ihr Geburtsort sei nicht Efringen, sondern Ötlingen, entschuldige!, Hündin Bonnie und ich, Gerhard Breuer. Es war weniger heiß als Mitte August. Wir klapperten die Friedrich-Rottra-Straße, den Bromen, Auf der Pfalz und den Julius-Schmidt-Weg ab.

Wieder sind im Zeitraum 17 bis 19 Uhr wenige Leute zu Hause, weniger als beim ersten Anlauf. Das hat einen Vorteil: wir hatten mehr Zeit für ein Gespräch.

Wenn wir sprachen, dann über das TV-Duell Merkel gegen Schulz am Sonntagabend.“Wie haben Sie es erlebt? Haben Sie alles gesehen, auch die Runde mit Anne Will hinterher?

Kaum, dass dieses TV-Duell made in Germany jemand spannend oder erhellend fand. Viele, die zugeschaut haben, schalteten vor Ende des Duells ab. Zur Wahl gehen oder Briefwählen wollen alle.

Unser Kandidat hier, wie macht er sich? Vereinzelt war zu hören, „dass er mal etwas mehr aus der Deckung kommen sollte“.

Es sind auch Konvertiten dabei: Früher habe ich x-Partei gewählt, jetzt wähle ich CDU. Fälle, die andersherum liegen, wurden nicht gemeldet. Die kleine Hundefrau Bonnie entsagte sogar den Avancen eines  dreimal so großen Hundemannes. Sie trippelte vorbei, als wollte sie sagen: Das ist Konkurrenz. Man weiß schon, wo man steht.

Im Julius-Schmidt-Weg kam es sogar zu Debatten. Wir hatten ja Zeit für eine kleine Politikplauderei, die Spaß machte.

Und zum Schluss ein roter Neuer auf der Basler Straße, fast ohne Politik.

 

 

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