Steigende Kindergartengebühren

26. Juni 2017

 

Wie in der letzten Sitzung des Gemeinderats verkündet, werden die Kindergartenkosten steigen. Die Verwaltung versuchte den Eltern darzulegen, warum dies so ist. Natürlich müssen die Betreuerinnen bezahlt werden. Schließlich ist Kinderbetreuung wichtig, da darf man dafür auch einen angemessenen Lohn erwarten. Dennoch ist die Erhöhung für manche Eltern ein bisschen zu drastisch. Gerade die Kosten für die Betreuung Zweijähriger steigt stark, um 1246€/Jahr (BZ 23.6.17). Da scheint eine Betreuung bei einer Tagesmutter zumindest bis zum Kindergartenalter finanziell attraktiver, wo doch jede Stunde mit 5,50€ vom Landratsamt bezuschusst wird. Auch hinsichtlich eines Krippenneubaus , welcher dem viel höheren Bedarf gerecht werden soll, stellt sich die Frage der Finanzierung, da die Gemeinde dafür doch einen Kredit aufnehmen muss, der über die Betreuungsgebühren bezahlt werden wird. Da scheinen zukünftige Gebührenerhöhungen doch schon nahezu voraussehbar. Wären auch hier Tagesmütter vielleicht nicht eine Alternative? So können Eltern vielleicht passendere Betreuungszeiten finden und die Gemeinde könnte über Zuschüsse etwas beisteuern und trotzdem langfristig geringere Ausgaben haben. In Städten gibt es auch Modelle, in denen sich ein paar Tagesmütter zusammenschließen und in gemeinsam gemieteten Räumen Kinder betreuen. Vielleicht wäre das in Efringen-Kirchen auch ein Möglichkeit. Und vielleicht könnte die Gemeinde solche Räume zur Verfügung stellen…

Und wie sieht es in Zukunft mit den Kindergartengebühren aus? Kann man davon ausgehen, dass diese ständig steigen werden? Vermutlich schneller, als die Löhne der Eltern. Wie kann man dem entgegenwirken? Wie wird in anderen Gemeinden damit umgegangen? Unsere Gemeinde sollte für Familien attraktiv bleiben, sogar zukünftig attraktiver werden. Wollen wir neben unzureichenden Betreuungszeiten für Kleinkinder zukünftig noch eine teure Betreuung im Kindergarten? Wenn die Unterhaltung mehrerer Kindergärten im Gemeindegebiet zu viele Kosten verursacht, ist der Vorschlag von CDU-Gemeinderat Karl Rühl, zukünftig zu überdenken, ob man das nicht ändern wolle, nur folgerichtig. Vielleicht wäre es gut, wenn man sich jetzt schon Gedanken darüber macht, wie die Kinderbetreuung in 10 Jahren aussehen soll. Möglicherweise wäre es vorteilhaft, wenn man den bisher gegangenen Weg verlässt und zukünftig andere Wege geht und bisher nicht beachtete Betreuungsmöglichkeiten genauer betrachtet. Für die CDU ist das der nächste Schritt!

 

Kommentare sind geschlossen.